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20.07.2019

Satte Prämien fürs Energiesparen

Landkreis-Schüler legen fulminante Premiere bei EnergieSchulsparCup hin –
70 000 Euro eingespart

Altötting. Es dürfte nicht oft vorkommen, dass Landrat Erwin Schneider beim Verteilen von Schecks dermaßen guter Laune ist, zumindest nicht, wenn es um Schecks geht, die der von ihm verantwortete Landkreis zu zahlen hat. Und doch wurde diese Woche das Lächeln umso breiter, je mehr die Hunderter und Tausender unter die Leute kamen. Verwunderlich ist es freilich nicht: Schließlich weiß der Landrat, dass ihm und den Kommunen jeder ausgegebene Euro zwei weitere einspart.




Gleich doppelt wurden die Kumax-Vertreter Oliver Felber (v.l.), Florian Hebel und Viktoria Esterbauer von Landrat Erwin Schneider und Klimaschutzmanager Pascal Lang beschenkt. Zudem stammt von Esterbauer auch das offizielle Logo des Wettbewerbs. −Foto: Kleiner


Hintergrund des großen Geld-Verteilens ist der Schul-"EnergieSparCup", eine von Energie- und Klimaschutzmanager Pascal Lang vor gut einem Jahr initiierte Meisterschaft im Energiesparen. Alle Schulen aus dem Landkreis konnten sich daran beteiligen und zeigen, wie viel Strom, Wärmeenergie und Wasser sie innerhalb eines Jahres einsparen können.

Mitgemacht haben letztlich 14 Schulen – und für sie alle hat sich das Engagement rentiert, wie sich jetzt bei der Siegerehrung im Sparkassensaal zeigte. So lockte die Zusage, dass die Schulen 30 Prozent der eingesparten Summe zur eigenen Verfügung bekommen.


Welche Beträge das ausmachen kann, zeigt sich vor allem beim König-Karlmann-Gymnasium. Zwar belegte das KKG mit einer Gesamtkosteneinsparung von 6,9 Prozent nur einen der hinteren Plätze des Rankings, doch weil bei der schülerstarken und extrem energieintensiven Schule auch wenige Prozentpunkte bereits enorme Summen ausmachen können, durfte sich die Karlmann-Abordnung einen Scheck über 5300 Euro abholen – die höchste Summe des Nachmittags.


Anteilsmäßig schaffte es das Burghauser Kumax-Gymnasium auf Platz 1, mit Einsparungen in allen drei Bereichen und einem Gesamtplus von 17,1 Prozent. Konkret bescherte das den Burghausern eine "Prämie" von 4000 Euro. Hinter dem Kumax folgen die Herzog-Ludwig-Realschule (16,5 Prozent/2500 Euro), die Grundschule Haiming (14,2 Prozent/500 Euro), das Maria-Ward-Gymnasium (10,4 Prozent/4300 Euro), die Grundschulen Marktl (10 Prozent/300 Euro), Wald (9,7 Prozent/500 Euro), Stammham (9 Prozent/400 Euro), die Mittelschule Garching (5,6 Prozent/800 Euro) und das Aventinus-Gymnasium (4,2 Prozent/1000 Euro). Noch nicht gänzlich ausgewertet werden konnten die Ergebnisse der Maria-Ward-Realschule Burghausen sowie der Grundschulen Hart, Garching und Kastl. Hier gibt es noch Ungereimtheiten bei der Zählererfassung. Die Prämien werden nachgereicht.


Für das Kumax gab es noch einen zweiten Preis. Wie die Grundschule Stammham dürfen sich die Kumax-Schüler ihres besonderen Engagements wegen über einen Sonderpreis freuen. So wird als Belohnung für einen Tag ein Eiswagen bei ihnen vorbeikommen und kostenlos Eis verteilen.


Größter Gewinner des Wettbewerbs sind indes der Landkreis und die Kommunen als Sachaufwandsträger. So hat sich im Jahresvergleich eine Einsparung von rund 146000 Kilowatt Strom und 251000 Kilowatt Wärmeenergie ergeben, macht in etwa 70000 Euro. Beim Wasser ist der Stand nahezu gleich geblieben, was Pascal Lang mit Blick auf das Dürrejahr 2018 und entsprechenden Gießbedarf dennoch als großen Erfolg bezeichnet.


Erreicht wurde das Ergebnis Lang zufolge vor allem mit Infos und Aufklärung. Jede Klasse wählte Energiewarte, die in Workshops das Rüstzeug fürs Energiesparen bekamen. Dazu floss das Thema verstärkt in den Unterricht ein, die Schulen wurden einzeln begutachtet und mit Luftfeuchtigkeitsmessern, "CO2-Ampeln" und dergleichen ausgestattet.
Die Verantwortlichen des EnergieSparCups hoffen auf einen nachhaltigen Effekt – sowohl für die Umwelt, als auch für die kommunalen Kassen. Die jetzt beteiligten Schulen schlagen jährlich mit mehr als 800000 Euro an

Energiekosten auf, allein das KKG mit mehr als 250000 Euro. Entsprechend leicht dürfte es Landrat Schneider fallen, bei denkbaren weiteren Einspar-Wettbewerben erneut das Scheckbuch zu zücken. − ckl





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